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Entwicklung und Strategie «Immobilien und Infrastrukturen»

Seit der Gründung der Stiftung MBF im Jahr 2000 - also seit etwas mehr als 20 Jahren – orientiert sich die vom Stiftungsrat definierte strategische Ausrichtung konsequent an der Entwicklung des Bedarfs der Menschen mit Unterstützungsbedarf im Fricktal und des Angebotes. Dafür wurden bis zum heutigen Zeitpunkt die erforderlichen Immobilien und Infrastrukturen geplant und erstellt. Wachstum alleine war und ist nicht das Ziel der Stiftung MBF.

Der Stiftungsrat hat sich entschieden, dass er in der Planungsperiode 2023 bis 2030 den Schwerpunkt auf eine Konsolidierung des Betriebes sowie auf den Werterhalt und die Entwicklung der Immobilien und Infrastrukturen legen wird. Der gesamte Lebenszyklus der Immobilien sowie der Infrastrukturen soll strategisch geplant und der dafür erforderliche Finanzbedarf sichergestellt werden.


Entwicklung Stiftung MBF von 2000 bis 2010

Die Zusammenführung und gemeinsame Entwicklung der ehemaligen Stiftung WBF «Werkstätte für Behinderte im Fricktal» und Stiftung FBR «Förderung Behinderter im Raum Rheinfelden» erfolgte ab dem Jahr 2000. Im Zentrum der Entwicklung standen die dringend zusätzlich erforderlichen geschützten Arbeits- und Beschäftigungsplätze.
Im Jahr 2007 wurde der Umbau und die Inbetriebnahme des Feldhofs in Frick angegangen. Zwei Jahre später folgte die Erstellung des Neubaus der Werkstätte Rüchlig in Stein. Im Jahr 2010 wurden die Ateliers Buchenweg und das Gemeinschaftsgebäude in Stein umgebaut und in Betrieb genommen.


Strategie 2010 bis 2019

Nachdem die Arbeits- und Beschäftigungsplätze realisiert worden sind, hat sich die Stiftung MBF ab 2010 intensiv mit der Strategie «Wohnangebote 2010-2020» auseinandergesetzt. Seitens BKS-SHW wurde ein weiterer Platzbedarf von Wohnangeboten für die Region Fricktal vorgesehen. Im November 2010 hat das BKS-SHW die Überlegungen des Stiftungsrates mit der Zentralisierung und den betriebswirtschaftlichen Überlegungen gutgeheissen.
Eine erste Eingabe der Planungsunterlagen für die Zukunftsentwicklung der Leistungsangebote «Wohnen – Ateliers 2020» an das BKS-SHW erfolgte bereits 2012 mit einer geplanten Nettoerweiterung von 32 Wohnplätze und 32 Ateliersplätze.
Nach intensiven Gesprächen zwischen dem BKS-SHW und der Stiftung MBF wurde 2013 die überarbeitete Projekteingabe mit 26 Wohnplätze und 26 Ateliersplätze eingereicht, welche vom BKS-SHW in der Folge auch genehmigt wurde. Gleichzeitigt erfolgte die Freigabe zur Durchführung eines Architekturwettbewerbes.
Nach der Durchführung des Architekturwettbewerbes 2014 wurde mit den Planungsarbeiten gestartet.

Mit dem Bau des Projektes «Wohnen – Ateliers 2020» wurde im Frühjahr 2017 begonnen. Nach zweijähriger Bauzeit konnten die Bauten Mitte Mai 2019 eingeweiht werden und die Bewohnenden der Stiftung MBF haben die Räumlichkeiten ab Juni 2019 bezogen.
Im Rahmen der Projektüberarbeitung «Wohnen – Ateliers 2020» war eine Parkplatzerweiterung von 45 Parkplätzen auf der Parzelle Nr. 446, welche sich seit 2011 im Besitz der Stiftung MBF befindet, vorgesehen. Gemeinsam mit der Firma Erne AG Holzbau konnte östlich der Werkstatt Rüchlig ein gemeinsames Projekt für eine neue Lagerhalle mit Parkhaus ausgearbeitet werden. Nebst den dringend erforderlichen Lagerräumen konnten 56 Parkplätze realisiert werden. Die Arbeiten begannen Ende 2017 und konnten 2019 abgeschlossen werden.

Strategie 2019 bis 2028

Im April 2018 wurde die Liegenschaftsstrategie 2019 bis 2028 vom Stiftungsrat genehmigt. Dabei wurde berücksichtigt, dass die Mietverträge der Wohngruppen Orange und Weiss in Stein sowie der Wohngruppe Regenbogen in Effingen gekündigt wurden.

Der Stiftungsrat hat sich im Wohnbereich entschieden, nebst in Stein auch in Laufenburg einen zweiten Schwerpunkt zu bilden. Es wurde ein Neubau sowie die Sanierung der Gebäude der Wohngruppen Seerose und zum Weiher geplant, um insgesamt 25 Wohnplätze und ein Atelier mit 6 Beschäftigungsplätzen anbieten zu können.

Das BKS_SHW hat den Neubau Laufenburg 10.Juli 2018 und die Sanierungen der Gebäude der Wohngruppen Seerose und zum Weiher am 6. Mai 2019 genehmigt.

Mitte Februar 2019 erfolgte der Arbeitsbeginn beim Neubau und ab Juni 2020 wurde mit der Sanierung der beiden Gebäude gestartet. Im Juni 2021 konnten alle Gebäude vollumfänglich in Betrieb genommen werden. Nach Abschluss der Umgebungsarbeiten im Herbst 2021 fand am 21. Mai 2022 ein Tag der offenen Tür für die Behörden und die interessierte Bevölkerung statt.

Ebenfalls im 2018 hat der Stiftungsrat auf Anfrage der Gemeinden Rheinfelden und Frick entschieden, die Trägerschaft der beiden HPS-Schulen zu übernehmen. Die Stimmberechtigten der Gemeinden Rheinfelden und Frick haben diesem Vorgehen zugestimmt. In der Folge wurde die Schulanlage und die Turnhalle Kapf in Mumpf durch die Stiftung MBF erworben und nach den erforderlichen Umbauarbeiten erfolgte der Schulbetrieb im August 2021.


Stand 2022 und Strategie 2023 bis 2030

Die Stiftung MBF verfügt zurzeit über folgende Angebote:

123 Wohnplätze
103 Beschäftigungsplätze
120 geschützte Arbeitsplätze
96 Schulplätze HPS Fricktal

Aufgrund der Investitionen in Neubauten sowie in den Substanzerhalt befinden sich die Gebäude, der Stiftung MBF in einem guten Zustand. Der aktuelle Wiederbeschaffungswert beträgt ca. CHF 70 Mio.
Der Stiftungsrat der Stiftung MBF geht in seiner Liegenschaftsstrategie 2023 bis 2030 davon aus, dass voraussichtlich keine Investitionen mehr in Neubauten getätigt werden müssen. Der Schwerpunkt wird nun auf den Werterhalt und die Entwicklung der Immobilien und Infrastrukturen gelegt. Mit der Unterstützung von STRATUS (Software für das professionelle Portfoliomanagement) können wir den Werterhalt und die Entwicklung der Immobilien und der Infrastrukturen über den gesamten Lebenszyklus planen und den erforderlichen Finanzbedarf sicherstellen. Die Instandhaltungskosten betragen pro Jahr ab 2023 ca. CHF 680'000.00.
Ebenso wird weiter geprüft, inwieweit nachhaltige Investitionen zur Einsparung von Energie sowie für das Nutzen von alternativen Energien, getätigt werden können.
In diesem Zusammenhang gilt es zu erwähnen, dass es mit der Erne Holzbau AG gelungen ist, auf dem Platz Stein ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Projekt für eine gemeinsame Grundwasserwärmenutzung zu erarbeiten. Mit der Umsetzung dieses Projektes kann die heutige Wärmeversorgung mit Gas abgelöst werden.

Es ist vorgesehen, die Gebäude der Erne Holzbau AG sowie der Stiftung MBF ab Herbst 2022 etappenweise bis 2023/2024 mit dieser umweltfreundlichen und nachhaltigen Wärme zu versorgen.

 

Hans A. Wüthrich
Präsident Stiftungsrat

René Berger
Vizepräsident Stiftungsrat












 

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